
Das Rehabilitationszentrum im Süden Weißrusslands ist in einer ehemaligen Schule untergebracht und bietet 15 Therapieplätze. Durch das gemeinsame Leben, die Arbeitstherapie und intensive Einzelbetreuung haben hier todgeweihte Drogenabhängige die Chance, frei zu werden und ein neues Leben zu beginnen. Die Erfolgsquote des Rehazentrums liegt derzeit bei 76%.
Sowohl in Svetlogorsk als auch in Bobrujsk bieten die Mitarbeiter als Vorstufe zur Therapie ambulante Beratung und Begleitung für Drogenabhängige an, da Svetlagorsk mit 6.153 gemeldeten Abhängigen (2010) die höchste Rate von Abhängigen hat.
Das Rehazentrum wurde in einer Zeit gegründet, in der selbst die Stadtverwaltung keine Antwort auf die Drogenproblematik hatte, die Hunderte betraf und sich in einer ausweglosen Situation befand. Trotz erschwerter Bedingungen durch die herrschende Diktatur, entwickelte sich die Arbeit zu einem erfolgreichen Werk und konnte der dramatischen Lage im Land Abhilfe schaffen. Dafür wurde es innerhalb des eigenen Landes von öffentlichen Institutionen anerkannt. Behörden und staatliche Drogenärzte der Stadt sind bis heute Fürsprecher dieser Arbeit.
Nach 11 Jahren wurden die Visa der deutschen Leiter überraschend nicht mehr erneuert. Trotzdem konnte die Arbeit fortgeführt werden, da ehemalige Drogenabhängige, die inzwischen langjährige Mitarbeiter geworden waren, die Leitungsverantwortung übernahmen.



