StraßenkinderWeltweit gibt es schätzungsweise 100 Millionen Straßenkinder, davon 10 Millionen, die ohne jede Familie oder Anbindung an ein Zuhause aufwachsen. Allein in Lateinamerika liegen die Zahlen der auf der Straße lebenden Kinder bei 50 Millionen. Um diesen Kindern ein Zuhause zu geben, benötigt man mindestens 15 Städte in der Größe Berlins. Sie schlafen unter Brücken oder in Ladenpassagen, leben von Diebstählen oder vom Verkauf ihrer Körper und greifen, um der Wirklichkeit zu entfliehen, zu Drogen. Sie sind ständig auf der Flucht vor korrupten Polizisten und Sicherheitsbeamten, die im Auftrag von reichen Geschäftsleuten die Stadt von ihnen säubern. Egal ob Paraguay, Argentinien, Bolivien oder Peru, überall sind es Kinder mit den gleichen Gaben, gleichen Talenten und dem gleichen Potential wie Sie und ich, aber ohne wirkliche Chance, diese auch im gleichen Maße zu entwickeln. Wo die Hilfe ansetzen mussDiese Kinder brauchen einen Ort der Sicherheit, ein Zuhause, wo sie die Chance haben, Kinder zu sein und entsprechend ihrer Neigungen und Begabungen gefördert zu werden und zu gesunden Persönlichkeiten heranzuwachsen. Diese Kinder brauchen Menschen, die sich zum Anwalt ihrer grundlegendsten Rechte und Bedürfnisse, wie Ernährung, Gesundheit, Hygiene, Schul- bzw. Ausbildung machen und ihnen Zuwendung geben. Diesen Kindern soll eine Stimme in ihrer Stadt verliehen werden, damit ihre Belange in der Öffentlichkeit gehört werden und ihre Situation verändert wird. Was wir tun wollenUm der Not zu begegnen, haben wir es uns zum Ziel gesetzt, in ganz Lateinamerika verteilt 50 Kinderhäuser einzurichten. Dort soll gewährleistet werden, dass die Kinder die ihnen zustehende Versorgung und Ausbildung erhalten. In beinahe allen lateinamerikanischen Ländern besteht eine akute Unterversorgung an Heimen für Kinder.
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