
Das erste Projekt der TOS Dienste International in Lateinamerika war 1999 der Bau einer Kindertagesstätte in einem Armenviertel in San Salvador de Jujuy. Dies war der Beginn einer Arbeit mit Kleinkindern und Familien.
Aktuell können dort bis zu 30 Kinder zwischen 1,5 und 6 Jahren betreut werden. Da sie viel persönliche Förderung und viel Zuwendung erleben, können sie sich zu gesunden Persönlichkeiten entwickeln. Zusätzlich werden vielfältige Programme, angefangen von schulischer Unterstützung bis hin zu Freizeitaktivitäten für ältere Kinder angeboten.
Bis April 2011 leitete Annette Deutsch, unterstützt von einem deutschen Team, die Arbeit. Aktuell wird die Kita von Nilo & Sole Gutierrez geleitet, die selbst aus dem Armenviertel stammen und langjährige Mitarbeiter der Kita waren.
Die Arbeit wird von der Stadtregierung, dem Ministerium für Jugend und Gesundheit, sowie staatlichen und privaten Sozialorganisationen für die Entwicklung von Armenvierteln sehr geschätzt. Die regelmäßigen Koordinationstreffen der verschiedenen Organisationen finden häufig in den Räumen der Kita statt.
Die Kinder in der Kita werden durch ein Patenschaftsprogramm unterstützt, das es auch den ganz bedürftigen Familien ermöglicht, ihre Kinder anzumelden.

Nilo und Sole Gutíerrez, AR, Leiter der Arbeit, Mitarbeiter seit 2000
Magali Condori, AR, Mitarbeiterin seit 2005

Argentinien ist ca. sieben Mal so groß wie Deutschland und nach Brasilien das zweitgrößte Land Südamerikas. In den letzten Jahren hat sich die wirtschaftliche Situation des Landes erheblich verschlechtert. Die Folgen der Wirtschaftskrise sind Unterbeschäftigung und Armut. Inzwischen lebt fast die Hälfte aller Argentinier unter der Armutsgrenze – Tendenz ist steigend.
San Salvador de Jujuy ist die Hauptstadt der ärmsten Provinz des Landes auf 1300m Höhe und mit ca. 400.000 Einwohner. Die Stadt ist gekennzeichnet durch ausgedehnte Armenviertel in alle Himmelsrichtungen. In Punta Diamante, einem dieser Stadtteile mit ca. 2500 Einwohnern, sind ca. 47% der Bewohner unter 19 Jahren. Viele von ihnen sind alleinerziehende Mütter im Alter von 12-19 Jahren. Diese leben oft in winzigen Steinhütten mit einfachsten hygienischen Vorrausetzungen. Zum normalen Alltagsbild gehört, dass viele – besonders kleinere – Kinder oft den ganzen Tag sich selbst überlassen sind und dabei bereits ganztägig auf ihre jüngeren Geschwister „aufpassen" müssen.
Quelle: NUTEP - Studie der Universität Rio Grande do Sul, Porto Alegre/Brasilien

















