
Das Trafohaus in Lima wurde in einem kleinen Privathaus gegründet. Durch den Umzug in mehrere Etagen eines 5-stöckigen Hochhauses im Juli 2011 wurde Platz geschaffen, um weiteren Kindern ein Zuhause geben zu können.
Von Anfang an war die Arbeit von einer besonderen Brisanz gekennzeichnet. „La Victoria“ ist ein für seine Kriminalität berüchtigtes Armenviertel in Lima. Dort tragen Jugendbanden am helllichten Tag Kämpfe auf den Straßen aus. Überfälle, Betrug und Missbrauch sind an der Tagesordnung.
Von der Not zahlreicher Straßenkinder (Pirañitas) bewegt, wandte sich eine junge Sozialarbeiterin an Los Transformadores. Unsere Mitarbeiter besuchten darauf hin nachts soziale Brennpunkte an denen sich die Kinder trafen und nahmen zahlreiche Widrigkeiten, wie z.B. wiederholte Überfälle unserer Teammitglieder, in Kauf.
Viele der Kinder, die heute im Trafohaus leben, sind z.T. direkt auf der Straße geboren. Andere wurden von ihren Müttern verlassen und kamen über das Jugendgericht zu uns. Ohne die Hilfe der TOS Dienste International hätte keines von ihnen eine wirkliche Überlebenschance gehabt.
Die Kosten für die Kinder im Trafohaus werden über ein Patenschaftsprogramm finanziert.

Ruben Gutknecht, D, Direktor Lateinamerika
Lima, Peru ist gleichzeitig die Zentrale der „Los Transformadores“. Ruben Gutknecht und seine Familie leben seit 2006 in Lima. Er begleitet von hier aus die anderen Arbeiten in Argentinien, Paraguay und Bolivien, trainiert neue Mitarbeiter und ist auch Pastor der Gemeinde in Lima.
Harald und Regine Dewald, D, Leitung Trafohaus, seit Oktober 2002 in Peru
Marcelina Miguel, PE, Mitarbeiterin, seit 8 Jahren im Trafohaus
Elisabeth Polifka, D, Mitarbeiterin, seit 8 Jahren in Peru
Anja Siebert, D, Mitarbeiterin, seit 5 Jahren in Lateinamerika

Peru liegt an der Westküste Lateinamerikas, am Pazifik. Jeder Dritte der rund 30 Millionen Einwohner lebt dabei im Ballungszentrum von Lima.
Noch heute schicken viele der ärmeren Familien sowohl aus den ländlichen Regionen des Hochlandes sowie aus den Regenwaldgebieten ihre Kinder zum Arbeiten nach Lima, da sie sich dort größere Chancen für sie erhoffen. Diese Kinder werden aber meist als billige Arbeitskräfte ohne Rechte ausgebeutet, besuchen keine Schule und geraten so immer tiefer in den Kreislauf von Armut und Perspektivlosigkeit.
Eine weitere Quelle der Gefährdung für Kinder in Peru geht von dem blühenden Sextourismus aus. So geht man z.B. allein für Iquitos von 1000 Minderjährigen aus, die in Prostitution verwickelt sind. Dabei sind Kinder auf der Straße natürlich besonders ungeschützt.












