Weißrussland

Rehabilitationszentrum in Weißrussland

Das Rehabilitationszentrum im Süden Weißrusslands ist in einer ehemaligen Schule untergebracht und bietet 15 Therapieplätze. Durch das gemeinsame Leben, die Arbeitstherapie und intensive Einzelbetreuung haben hier todgeweihte Drogenabhängige die Chance, frei zu werden und ein neues Leben zu beginnen. Die Erfolgsquote des Rehazentrums liegt derzeit bei 76%.

Die Mitarbeiter bieten in Svetlogorsk als Vorstufe zur Therapie ambulante Beratung und Begleitung für Drogenabhängige an, da Svetlagorsk mit 6.153 gemeldeten Abhängigen (2010) die höchste Rate von Süchtigen hat.

 

Das Rehazentrum wurde in einer Zeit gegründet, in der selbst die Stadtverwaltung keine Antwort auf die Drogenproblematik hatte, die Hunderte betraf und sich in einer ausweglosen Situation befand. Trotz erschwerter Bedingungen durch die herrschende Diktatur, entwickelte sich die Arbeit zu einem erfolgreichen Werk und konnte der dramatischen Lage im Land Abhilfe schaffen. Dafür wurde es innerhalb des eigenen Landes von öffentlichen Institutionen anerkannt. Behörden und staatliche Drogenärzte der Stadt sind bis heute Fürsprecher dieser Arbeit.

 

Nach 11 Jahren wurden die Visa der deutschen Leiter überraschend nicht mehr erneuert. Trotzdem konnte die Arbeit fortgeführt werden, da ehemalige Drogenabhängige, die inzwischen langjährige Mitarbeiter geworden waren, die Leitungsverantwortung übernahmen.

Mitarbeiter

Sergej und Julia Pishala, BY, Reha-Leiter

Sascha und Julia Vavilow, BY, Leiter der Stadtarbeit und ambulanten Therapie in Svetlagorsk

Barbara Kleist, D, leitende Mitarbeiterin, seit 1997 in Weißrussland

Katja Pulianovitch, BY, Mitarbeiterin, seit 2009 im Reha-Zentrum

Länderinfos

Weißrussland hat eine Gesamtbevölkerung von 9,5 Millionen Einwohnern (2009). Mittlerweile leben 73 % der Bevölkerung in Städten, da dort leichter Arbeitsplätze zu finden sind.

In Folge des Reaktorunglücks von Tschernobyl (1986) sind die Gesundheit der Bevölkerung (besonders häufig sind Schilddrüsenerkrankungen und Missbildungen bei Neugeborenen) und die Landwirtschaft immer noch stark belastet, da knapp 70 % des gesamten radioaktiven Niederschlages auf weißrussischem Gebiet niedergingen.

 

Seit den 1990er Jahren wurde ein weiteres gesellschaftliches Problem immer drängender: Die Zahl der Drogenabhängigen wuchs ins Unermessliche.

1994 gab es in Weißrussland weniger als 1.000 Drogenabhängige, 2009 waren es bereits um die 40.000. Damit ist das Land eines der ehemaligen GUS-Länder, das am stärksten von der Drogenproblematik betroffen ist.

Svetlagorsk, der Ort, in dem die TOS Dienste International arbeiten, hat mit 6.153 gemeldeten Abhängigen (2010) die höchste Rate von Abhängigen.

Das Durchschnittsalter der Drogenkonsumenten sinkt beständig. Zwei Drittel sind von ihnen zwischen 15 und 25 Jahren alt. Darüber hinaus stecken sich viele von ihnen durch den Drogengebrauch mit HIV an. Über 81% der HIV-Infizierten sind Drogenabhängige. Die Regierung versucht u.a. durch medizinische Unterstützung zu helfen und gibt nur dafür jährlich 2.879.000.000 weißrussische Rubel (ca. 400.000 Euro) aus, um dieses Problem auf irgendeine Art ein zu dämmen.

Diese erschreckenden Zahlen sind jedoch nur ein Spiegelbild der inneren Not der weißrussischen Bevölkerung.

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